Vereinsgeschichte

Festrede des damaligen 1. Vorsitzenden und jetzigen Ehrenvorsitzenden der TSSV Fürth am Berg, Dieter Lindner, zum 90-jährigen Jubiläum im Jahr 2011:

90 Jahre TSSV Fürth a. Berg waren eine bewegte Zeit. Eine Zeit mit Höhen und Tiefen, wie auch im Leben eines jeden Einzelnen. Eine Zeit mit vielen Ereignissen. Ich bitte mir deshalb nachzusehen, wenn meine folgenden Worte vielleicht etwas ausführlicher sind, als von Ihnen/Euch gedacht und auch von mir ursprünglich geplant.

Ich habe meine Ausführungen in zwei Bereiche gegliedert, einmal den Zeitraum von 1921 (Gründung) bis 2001 (80 Jahre) und dann folgend den Abschnitt der restlichen 10 Jahre bis heute.

 

Bereich 1921 (Gründung) bis 2001 (80 Jahre)

Wie bekannt hält die Chronik den 1. Oktober 1921, also genau heute vor 90 Jahren, als den Tag der Gründung der TSSV Fürth a. Berg fest. 17 junge und sportbegeisterte Männer trafen sich in der Gastwirtschaft Bätz, dem bis zur Schließung 2006 allseits bekannten Grenzgasthof, und hoben den Verein aus der Taufe.

Die Gründungsmitglieder sind leider inzwischen alle verstorben.

Fußball bildete die Sportart, die zunächst betrieben wurde. An eine straffe Organisation wie in den heutigen Tagen war damals noch nicht zu denken. So begann man mit „Gesellschaftsspielen“, wie die Freundschafts- oder Privatspiele damals bezeichnet wurden. Ein Sportplatz existierte zu dieser Zeit noch nicht. Mit welchen Schwierigkeiten man seinerzeit zu kämpfen hatte - heute undenkbar - sieht man daraus, dass Woche für Woche auf einer anderen Wiese gespielt werden musste.“Man folgte hier dem Weg, der durch den Grasschnitt aufgezeigt wurde.“, wie es so schön in der Chronik heißt. Auch die Fußballtore waren schnell montiert. Ein paar Holzstangen leisteten hier vortreffliche Hilfe. Mit Schnüren zusammengefügt bildeten sie im Nu ein Tor.

 

Auch die schwere Zeit der Inflation wurde überwunden.

Im Jahre 1924/25 tauchte bereits der Plan auf, einen vereinseigenen Sportplatz zu schaffen. Der Fürther Berg war damals dazu ausersehen. Diese Planung musste aber wieder aufgegeben werden. Die Schwierigkeiten schienen unüberwindlich.

Die Entwicklung des Vereins nahm aber doch einen kontinuierlichen Verlauf, sowohl in sportlicher als auch in gesellschaftlicher Hinsicht. Die Fürther Fußballer traten dem damaligen Verband Mitteldeutscher Ballspielvereine bei und standen somit innerhalb der Organisation.

10 Jahre nach der Gründung des Vereins kam es zu inneren Differenzen, die im Jahre 1932 zur Gründung eines zweiten Vereins, des FC Adler führten. Doch diese Spaltung war nur von ganz kurzer Dauer. Noch im gleichen Jahre löste sich der FC Adler wieder auf. Erneut fanden sich die Fürther Sportler zur Einigkeit und zur TSSV Fürth a. Berg.

Die Jahre nach 1933 brachten - ganz im Sinne des seinerzeitigen Regimes - ohne Zweifel eine starke Belebung der Vereinstätigkeit. Doch die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht und der drohende Krieg setzten dieser Entwicklung ein jähes Ende. Viele der Aktiven wurden eingezogen, so dass es kaum mehr möglich war, eine Fußballmannschaft zusammenzubringen. Sie löste sich daher auf. Der Krieg brachte dann den Sportbetrieb vollends zum Erliegen.

Nach der Rückkehr aus dem Kriege bzw. der Gefangenschaft dachten die Treuen des Vereins an seine Wiedergründung. Dieser Neubeginn fällt in das Jahr 1946.

Wenn man sich auch zunächst wieder dem Fußball zuwandte, so dehnte sich die Tätigkeit des Vereins auch bald auf andere Sparten aus. Es wurde sogar eine Laienspielgruppe ins Leben gerufen und eine Frauen-Handballmannschaft gegründet, die auch zwei Jahre lang aktiv blieb. Vielleicht sind heute die noch Lebenden aus dieser Mannschaft unter uns: Ruth Bernet, Martel Küchenknecht, Magdalena Linß, Elka Nowak und Ruth Schwemmlein. Diese treuen Vereinsmitglieder sind auch jetzt bis auf Elka Nowak noch bei den Heimspielen unserer Fußballmannschaften am Sportplatz anzutreffen und engagieren sich sogar noch als Kuchenbäckerinnen, also sind vorbildliche Mitglieder, die sich die Jüngeren als Beispiel nehmen können.

Auch auf dem gesellschaftlichen Gebiete waren die ersten der 50er Jahre von hoher Aktivität erfüllt. Das Vereinsleben blühte auch auf diesem Sektor. In vielfachen Aufführungen, unter denen sich sogar Singspiele befanden, trat die Theaterspielgruppe an die Öffentlichkeit und wusste ihr Publikum zu begeistern. Der Sportlerfasching in Fürth a. Berg wurde schnell zu einem festen Begriff. Jahrelang bildete er einen Publikumsmagneten, dem Besucher selbst aus dem Landkreis Bamberg zuströmten.

Im Jahre 1957 ging der Verein an sein erstes Großprojekt mit einem beachtlichen Elan. Es wurde ein Sportplatz geschaffen, der zu dieser Zeit seinesgleichen unter den Vereinen der C-Klasse im Coburger Land suchte. 1959 wurde der Sportplatz durch Grünanlagen verschönt, so dass er sich rechtzeitig zum 40jährigen Vereinsjubiläum im Jahre 1961 in einem prächtigen Gewand präsentieren konnte.

Die Sportwoche anlässlich dieses Jubiläums und das Sommernachtsfest - verbunden mit einem Feuerwerk - brachten einen Höhepunkt im Vereinsleben.

Zeigte der Verein bei der Errichtung des Sportplatzes schon viel Mut, so war dieser bei der Errichtung der Turnhalle wahrlich bewundernswert. Nach dem Sportplatzbau machte sich immer mehr das Fehlen eines Sportheimes mit Umkleideräumen und Waschanlagen nachteilig bemerkbar. Da ergriff die seinerzeitige Gemeinde Fürth a. Berg die Initiative und plädierte im Zusammenwirken mit dem Verein für den Bau einer Turnhalle. 1965 wurde dann mit dem Bau begonnen, als die Finanzierung unter Beteiligung des Bayer. Landessport-Verbandes, des Landkreises Coburg, der Gemeinde und des Vereins gesichert war. Nach einer Bauzeit von 2 Jahren, in der die Vereinsmitglieder und die Fürther Bürger in ihrer Begeisterung für dieses Vorhaben eine außergewöhnliche Arbeitsleistung und somit ein immenses Eigenkapital erbrachten, konnte schließlich im Jahre 1967 die Einweihung der Turnhalle gefeiert werden. Dieses denkwürdige Ereignis wurde zu dem Höhepunkt in der Vereinsgeschichte.

In diese Zeit des Höhenflugs des Vereins fiel auch die Erringung der Meisterschaft in der C-Klasse Neustadt durch die 1. Fußballmannschaft. Große Erfolge hatte sie auch bei den Pokalspielen zu verzeichnen. Einen neuen sportlichen Höhepunkt brachte die Erringung der Meisterschaft in der B-Klasse im Jahre 1967. Doch in der A-Klasse zeigte sich, dass der Verein in seiner Leistungsfähigkeit überfordert war. Das Gefüge der Mannschaft zerbrach, sie stieg später wieder bis zur C-Klasse ab. In diesen Jahren trat auch die Alte-Herren-Mannschaft öfters in Erscheinung.

Die Errichtung der Turnhalle ermöglichte dem Verein eine Intensivierung seiner Breitenarbeit. Der Tischtennisabteilung, die 1957 gegründet wurde, gelang es, in kurzer Zeit zu Erfolgen zu kommen, die mit Recht als ganz außergewöhnlich bezeichnet werden können. Fürth a. Berg wurde zu einer Hochburg des Tischtennis-Sports im Landkreis Coburg. Intensive Arbeit wurde auch in der Herren- und Frauen-Gymnastik-Abteilung geleistet, die beide nach der Einweihung der Turnhalle ins Leben gerufen worden waren.

Im Jahre 1971wurde das 50jährige Jubiläum mit einer Festwoche vom 9. bis 18. Juli begangen, in der neben sportlichen Begegnungen auch die Geselligkeit nicht zu kurz kam. Höhepunkt war der Festkommers mit Ehrungen im Festzelt.

Zu dieser Zeit wurden rd. 70 Mädchen und Jungen im Turnen, in der Leichtathletik, im Schwimmen und in der Gymnastik betreut. Der dritte Platz im Kreiswettbewerb „Das sportliche Dorf“ im Jahre 1970 war Ausdruck dieser Sportbegeisterung in Fürth a. Berg.

Der Beginn des Jahres 1971 hatte auch auf kommunaler Ebene Veränderungen gebracht. Die Gemeinde Wasung war auf freiwilliger Basis im Rahmen der Gebietsreform unter Einbeziehung von Fürth a. Berg gebildet worden. Das Sportangebot des Vereins wurde erweitert. Eine Leichtathletik-Abteilung wurde ins Leben gerufen. Die notwendigen Voraussetzungen auf dem Sportgelände (Weitsprung- und Kugelstoßanlage) wurden geschaffen. Die Abteilung kam wieder zum Erliegen wegen Fehlens eines Abteilungsleiters, obwohl sich der Verein mit dieser Abteilung dem Leichtathletikzentrum (LAZ) Steinachtal angeschlossen hatte.

Eine weitere Abteilung wurde gegründet, und zwar für die sportliche Betreuung der Vorschulkinder und für Mutter und Kind. Alle Abteilungen des Vereins konnten durch den Turnhallenbau ihre sportlichen Aktivitäten weiter ausbauen und intensivieren. Dies zeigte sich auch an der Mitgliederzahl, die deutlich anstieg und fast 400 erreichte.

Zum 1. 1. 1976 wurde die Gemeinde Wasung dann in die Stadt Neustadt b. Coburg eingegliedert. Dies hatte auch Einfluss auf die Eigentumsverhältnisse an der Turnhalle, denn diese wurde an die Gemeinde Wasung übertragen und im Zuge der Eingemeindung von der Stadt Neustadt übernommen. Vertraglich sicherte sich die TSSV ein 25jähriges unentgeltliches Nutzungsrecht. Zusätzlich wurde der Sportplatz in Fechheim vom Verein als Ausweichplatz von der Stadt Neustadt langfristig gepachtet. Eine Folge der Eingliederung war dabei die Mitgliedschaft im Stadtverband der Sportvereine. Gleichzeitig damit verbunden waren finanzielle Zuwendungen der Stadt, mit denen der Verein von nun an jährlich rechnen konnte.

Auf sportlichem Gebiet stellten sich in der Fußballabteilung nach einer gewissen Durststrecke wieder Erfolge ein. In der Saison 1975/76 wurde die Meisterschaft in der C-2-Klasse Neustadt errungen und damit der Aufstieg in die B-Klasse Coburg geschafft, die man allerdings nach einer Saison wieder verlassen musste. Die Tischtennisabteilung hatte ebenfalls Erfolge vorzuweisen. Verschiedene Mannschaften kamen zu Meisterehren. In der Serie 1976/77 nahmen 5 Mannschaften am Spielbetrieb teil (2 Herren- und 2 Damenmannschaften sowie 1 Jugendmannschaft), wovon 3 Mannschaften auf Bezirks- und 2 Mannschaften auf Kreisebene spielten.

Als weitere Sportart im Verein konnte schließlich Volleyball betrieben werden. Am 16. August 1978 gründeten nämlich 10 weibliche und 16 männliche Volleyballanhänger die Volleyballabteilung, die sich gut entwickelte und in der Gemeinschaft der TSSV etablierte. 1979 trat die Abteilung dem Bayer. Volleyball-Verband bei und nahm erstmals in der Saison 1979/80 mit einer Herrenmannschaft an der Punkterunde teil. Es stellten sich auch Erfolge ein, so dass später eine 2. Herrenmannschaft und sogar eine Damenmannschaft gemeldet werden konnten.

In der Fußballabteilung wurde die Jugendarbeit forciert. Die damaligen Schüler- und Jugendmannschaften waren sehr erfolgreich und konnten zahlreiche Meisterschaften erringen. Die TSSV hatte einen guten Namen im Jugendfußball in unserer Region.

Bei der Fußball-AH-Abteilung ergab sich Ende der 70er Jahre eine Änderung. Generationsbedingt bildeten sich zwei Bereiche: einmal die „älteren“ Mitglieder, die sich mehr dem Gesundheitssport zuwandten, und zum anderen die „jüngeren“, die weiterhin Fußball spielten und dabei beachtliche Erfolge aufzuweisen hatten. Es wurden laufend Spiele ausgetragen, zum Teil gegen namhafte Gegner, wie z. B. VfB Coburg, FC Kronach, Spvg Bayreuth. Die Geselligkeit wurde ebenfalls gepflegt. Mehrtagesreisen wurden unternommen, die immer mit Fußballspielen verbunden waren.

Im Jahre 1984 wurde eine weitere Sportart unter dem Dach der TSSV eingebunden, nämlich der Wintersport. Genau am 20. 2. 1984 gründete sich die Wintersportabteilung. „Zweck der Abteilung soll es sein, gemeinsam und familiengerecht Wintersport zu treiben und rechtzeitig (Ferienende im September) alle Mitglieder auf den Wintersport vorzubereiten“, heißt es im Gründungsschreiben an die Vorstandschaft. Dieses Schreiben ist von 10 Wintersportbegeisterten unterzeichnet. Die neue Abteilung war sehr rührig und am 5. 1. 1985 konnte sogar eine rund 800 m lange Skipiste am Plestner Berg in Betrieb genommen werden, die später unter finanzieller Unterstützung der Stadt Neustadt und des Landkreises Coburg noch ausgebaut wurde. Nicht vergessen werden sollen dabei das Entgegenkommen und die Mithilfe der Grundstückseigentümer sowie natürlich die Eigenleistungen der Mitglieder der Abteilung. Mangels eines Schleppliftes wurde ein Buspendelverkehr vom Ziel zum Start  eingerichtet. Leider setzten die schneearmen Winter den Aktivitäten der Abteilung Grenzen, so dass die Piste nicht in dem gewünschten Maße  benutzt werden konnte.

Verbesserungen am Sportplatz in Fürth a. Berg wurden in den 80er Jahren ebenfalls vorgenommen. 1982 wurde mit einem Kostenaufwand von ca. 25.000,-- DM bei beachtlichen Eigenleistungen eine Flutlichtanlage installiert. Finanzielle Zuwendungen leisteten dabei der Bayer. Landes-Sportverband, der Landkreis Coburg und die Stadt Neustadt.

Hinter den Toren und zur Staatsstraße hin wurden Ballfangnetzte angebracht. 1991 sah sich der Verein veranlasst, zur Bewässerung des Sportplatzes eine Beregnungsanlage mit Pumpstation anzuschaffen, nachdem der Platz durch die Umlegung des Mühlgrabens schneller abtrocknet und um die kostenintensiven Rasenregenerierungs-Maßnahmen besser unterstützen zu können. Trotz dieser laufenden Bemühungen wird der Verein es nicht schaffen, einen Sportplatz zu erhalten, der den heutigen Anforderungen hinsichtlich der Größe genügt, denn auf Grund der räumlichen Gegebenheiten wird sich an den Ausmaßen des Platzes, der nur die Mindestmaße aufweist, nichts ändern lassen.

Ein historisch weltgeschichtliches Ereignis ist noch zu erwähnen, das der Verein sozusagen hautnah erleben durfte. Das Jahr 1989 brachte zunächst die Öffnung der Grenze zur Deutschen Demokratischen Republik (DDR), am 3. 10. 1990 folgte dann die Einheit Deutschlands. Die unmenschliche Trennung des deutschen Volkes nach dem 2. Weltkrieg war zu Ende. Sportliche Verbindungen nach „drüben“, wie es früher gang und gebe war, wurden wieder geknüpft. Die besonderen Beziehungen nach Mupperg wurden wieder aufgenommen, vor allem zum SV Mupperg (zu DDR-Zeiten: Traktor Mupperg). Dass ein gutes Einvernehmen mit den Mupperger Sportfreunden bestand und besteht, zeigt sich auch daran, dass im AH-Fußball-Bereich eine Spielgemeinschaft über Länder- und Fußballverbandsgrenzen (Thüringen/Bayern) hinweg mit dem SV Mupperg offiziell seit 1996 bestand, nachdem auf beiden Seiten Spielermangel herrschte.

In der Fußballabteilung ist noch eine besondere Leistung zu vermelden. Beide Seniorenmannschaften, die 1. und 2. Mannschaft, errangen in der Saison 1990/91 die Meisterschaft in der C-2-Klasse Neustadt. Verbunden damit war der Aufstieg in die B-1-Klasse Coburg (jetzt Kreisklasse 1 Coburg). In diese erfolgreiche Zeit fielen auch 3 Stadtmeisterschaften in der Halle (1993, 1996 und 1997) sowie einmal auf dem Feld (1997). Ein weiterer großartiger Erfolg gelang dann in der Spielzeit 1998/99, als die 1. Fußball-Mannschaft eindrucksvoll Meister in der Kreisklasse 1 Coburg wurde und in die Kreisliga Coburg aufstieg. Leider musste unsere Mannschaft diese Klasse nach einem Jahr wieder verlassen. Das Leistungsvermögen reichte einfach für diese Klasse nicht aus.

Im  Jugend-Bereich bestand seit 1989 auf Grund der geburtenschwachen Jahrgänge eine Spielgemeinschaft mit den Nachbarvereinen SC Hassenberg und TSV Gestungshausen, die gut funktionierte. Die Mannschaften nahmen fast ausschließlich Spitzenplätze in ihren Spielklassen ein, insbesondere die A- und B-Jugend-Mannschaften konnten mehrmals Meisterschaften erringen. In der Saison 1995/96 war die A-Jugend-Mannschaft außerordentlich erfolgreich mit dem 1. Platz im Hallenfußball auf Kreisebene und anschließend noch im Bezirk Oberfranken als Bezirksmeister. 

Auch die Tischtennis-Abteilung kann in diesem Abschnitt auf eine überaus erfolgreiche Zeit zurückblicken, in der zahlreiche Meisterschaften gefeiert werden konnten. Beide Herren-Mannschaften kamen 1997/98 zu Meisterehren in der Kreisliga II und IV. Von ursprünglich 3 Damen-Mannschaften mussten allerdings zwei nach dem Ausfall von Spielerinnen zurückgezogen werden, so dass nur noch eine Mannschaft im Spielbetrieb verblieb. Die 1. Damen-Mannschaft war diejenige Mannschaft, die jahrelang am Höchsten spielte, und zwar in der Bezirksliga III. Sie war dort immer gut platziert, bis sie dann 1994/95 infolge krankheitsbedingten Ausfällen absteigen musste.

In der Volleyball-Abteilung nahm von den seinerzeit 3 Mannschaften (2 Herren, 1 Damen) zuletzt nur noch eine Herren-Mannschaft am aktiven Spielgeschehen teil, und zwar in der Kreisliga. Die 1. Herren-Mannschaft schaffte zwar 1993/94 den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksklasse, musste im Spieljahr danach aber wieder zurück in die Kreisliga. Leider besteht die Volleyball-Abteilung seit der Spielzeit 1998/99 nicht mehr, nachdem es bedauerlicherweise nicht mehr möglich war, auf Grund der noch zur Verfügung stehenden Aktiven eine Mannschaft zum Spielbetrieb zu melden.

Seit Jahrzehnten gibt es im Verein noch eine Damen-Gymnastik-Abteilung, die wöchentlich ihre Übungsstunden abhält. Gleichfalls war eine Kindertanzgruppe aufgebaut worden, die bei ihren Auftritten auch überörtlich Beachtung und Anerkennung fand, bis sie dann 1997 durch eine Kinderturngruppe und Mutter- und Kind-Turnen abgelöst wurde.

Zu einem weiteren Höhepunkt in der Vereinsgeschichte wurde das 75jährige Jubiläum, das im Jahre 1996 mit einer Festwoche vom 12. bis 21. Juli begangen wurde. Neben sportlichen Begegnungen mit der Ausrichtung der Fußball-Stadtmeisterschaft kam dabei auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Die Jubiläumsveranstaltungen, an der Spitze der Festkommers mit Ehrungen im Festzelt, werden uns sicherlich immer in Erinnerung bleiben.

 

Bereich 2001 (80 Jahre) bis heute, also die letzten 10 Jahre bis heute

 

Diesen Abschnitt habe ich etwas anders gestaltet, und zwar nur stichpunktartig mit der jeweiligen Jahreszahl. Die wesentlichen Ereignisse dürften wahrscheinlich jedem hier Anwesenden noch eher in Erinnerung sein, so dass ich mir nähere Ausführungen ersparen kann.

 

2001 (80 Jahre)

  • TT-Damen-Mannschaft  Sieger im K.-H. Eckardt-Pokal-Wettbewerb auf  Kreisebene

      2002/2003

  • Bau Gerätehaus mit Grillraum und Außenanlagen in Eigenleistung mit einem Kostenvolumen von rd. 26.000,-- € (reine Materialkosten), Zuschuss Stadt rd. 7.700,-- €, Rest Eigenmittel TSSV, Arbeitsstunden nicht enthalten, unzählige Arbeitsstunden durch Vereinsmitglieder geleistet

  • Erneuerung Außenanstrich Turnhalle in Eigenregie

  • UmbauTurnhalle in Eigenregie und Eigenleistung unserer Mitglieder, und zwar Umgestaltung des Vereinszimmers oder Aufenthaltsraumes unter Einbeziehung des bisherigen Waschraumes und den Einbau eines neuen Duschraumes , auch hier wurden zahlreiche unentgeltliche Arbeitsstunden durch unsere Mitglieder geleistet (Kostenvolumen hier rd. 21.000,-- €)

  • AH-Sport-Abt. 30jähriges Jubiläum mit Beendigung der aktiven Zeit, ab hier nur noch Einkehrzeit bei „Lothar und Maria“ in Unterwasungen

  • 2. Herren-Mannschaft TT Saison 2002/03 Meisterschaft Kreisliga IV und Aufstieg in Kreisliga III

2004

  • Fertigstellung Dorfplatz im Rahmen DE mit Pergola und Pavillon unter Mithilfe TSSV bei den  Streicharbeiten sowie Fertigung  der Tische und Bänke im Pavillon, da Mitbenutzung  durch unseren Verein

  • Ausrichtung der Fußball-Stadt-Meisterschaft für 1. Mannschaften auf unserem Sportgelände

  • 1.Fußball-Mannschaft 3. Platz bei Hallen-Kreismeisterschaft hinter zwei  höherklassigeren Mannschaften

  • 20.2.04 nach jahrelanger Spielgemeinschaft mit SV Mupperg Wiedergründung einer eigenständigen Fußball-AH-Abteilung

  • Fußball-A-Senioren-Mannschaft Vizemeister  bei  Hallen-Kreismeisterschaft

  • 1.TT-Damen-Mannschaft  Meisterschaft Saison 2004/05 Kreisliga I u. Aufstieg in Bezirksliga III

  • Forcierte Jugendarbeit TT zeigt erste Früchte: gute Platzierungen in diesem und den folgenden Jahren im Mannschaftssport auf Kreisebene und im Einzelsport auch auf Bezirksebene

  • Jugendarbeit Fußball  ebenfalls intensiviert, auch hier stellen sich zahlreiche Erfolge ein, insbesondere auch in den späteren Jahren

  • Trendsportart „Nordic Walking“ wird bei Wintersport-Abt. eingeführt

2005

  • TSSV wird Silberne Raute des BFV verliehen  =  Gütesiegel für hervorragende Vereinsarbeit  (alle erforderlichen Kriterien hierfür wurden ausnahmslos erfüllt

  • Ausrichtung der Fußball-Stadt-Meisterschaft Halle für 1. Mannschaften

2006 (85 Jahre)

  • Abstieg 1. Fußball-Mannschaft aus Kreisklasse in A-Klasse (früher C-Klasse) = niedrigste Klasse

  • Abstieg 1. TT-Herren-Mannschaft  aus Kreisliga II in Kreisliga III  u. 2. TT-Herren-Mannschaft aus Kreisliga  III in Kreisliga IV

  • Abstieg 1. TT-Damen-Mannschaft aus Bezirksliga III in Kreisliga I Saison 2005/06

2007

  • 50 Jahre TT-Abteilung  mit Jubiläumsveranstaltung in der Turnhalle am 30.06.2007 im Rahmen des alljährlichen Sportfestes  -  der „Auftritt“ von Gebhard bei der Feier – ihr erinnert Euch sicherlich noch – war in meinen Augen einmalig!

  • Sofortiger Wiederaufstieg 1. Herren-TT-Mannschaft von Kreisliga  III in Kreisliga  II

  • Sofortiger Wiederaufstieg 1. Fußball-Mannschaft  von A 1-Klasse Coburg in Kreisklasse 1

2008

  • Übernahme Turnhalle von Stadt und Sanierung und Umbau     -     Wie bekannt, hat unser Verein die Turnhalle im Erbbaurecht von der Stadt wieder übernommen, wieder übernehmen müssen – uns blieb ja mehr oder weniger nichts anderes übrig. Verbunden damit ist einesteils, dass wir jetzt alleine darüber  verfügen können, andererseits sind natürlich auch große Aufgaben und finanzielle Belastungen auf unseren Verein zugekommen, wenn ich an die Umbaumaßnahmen und auch an die laufenden Ausgaben wie Bewirtschaftungskosten (Strom, Gas, Wasser-, Kanalgebühren, Versicherungen und sonstige Kosten) denke. Aber wir haben es bisher geschafft und werden es auch weiter schaffen. In den drei Jahren bis heute konnten die Umbauarbeiten – wie man sieht - dank des tatkräftigen und lobenswerten Einsatzes eines Teils unserer Mitglieder, die unentgeltlich ihre Freizeit für ihre TSSV geopfert haben, bis auf wenige im Verhältnis geringfügige Restarbeiten erledigt werden. Der von der Stadt zur Verfügung gestellte Baukostenzuschuss konnte dadurch nur für die Materialkosten verwendet werden. Rein an Materialkosten wurden über 60.000,-- € benötigt.

  • Jugend-Fußball-Camp mit Armin Eck im August für unseren Nachwuchs

  • Plasterung Pavillon an der Turnhalle durch Vereinsmitglieder

  • Gründung von 2  Fußball-Mädchen-Mannschaften

2009

  • Saison 2008/09 haben erstmals 4 TT-Herren-Mannschaften am Spielbetrieb teilgenommen

  • Saison 2008/09 hat erstmals keine TT-Damen-Mannschaft und keine TT-Mädchen-Mannschaft am Spielbetrieb teilgenommen

  • Abstieg 1. TT-Herren-Mannschaft  von der Kreisliga  II in die Kreisliga III in der Saison 2008/09

  • Einstellung der Übungsstunden Kinderturngruppe bzw.  Kindertanzgruppe wegen  fehlender Übungsleiterin (Ende Juli)

  • Erstmals keine Weihnachtsfeier mehr

  • Dafür erstmals Silvester-Party in Turnhalle

2010

  • Saison 2009/2010 sofortiger  Wiederaufstieg der 1. TT-Herren-Mannschaft von der Kreisliga III  in die Kreisliga II

  • Ausrichtung der Fußball-Stadt-Meisterschaft  für 1. M. auf unserem Sportgelände (TSSV: Vizemeister)

  • 1.Fußball-Mannschaft Stadtmeister in der Halle

  • 1.Fußball-Mannschaft hat bei Kreismeisterschaft im Hallenfußball als klassenniedrigster Verein jeweils den 4. Platz bei der Endrunde des Altkreises Coburg/Lichtenfels und auch bei der Endrunde des neuen Kreises Coburg/Kronach belegt

  • Auflösung Wintersport-Abt.

2011

  • TSSV-Fasching (15.01.11/erstmals seit langer Zeit)

  • Ab Saison 2010/11 nimmt wieder eine TT-Damen-Mannschaft am Spielbetrieb teil

  • Ab Saison 2011/12 steht von den beiden eigenständigen Fußball-Mädchen-Mannschaften nur noch eine unter TSSV im Spielbetrieb (C-Juniorinnen), bei den B-Juniorinnen besteht eine Spielgemeinschaft mit SV Großgarnstadt und TSV Grub a. Forst.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass auch in den letzten 15 Jahren Einiges los war in unserem Verein, um es einmal so salopp auszudrücken. Ein Auf und Ab in den sportlichen Leistungen. In den letzten Jahren haben sich unsere Mannschaften aber in ihren Spielklassen etabliert und eher konstante Leistungen gebracht. Auf die Jugendarbeit, das Wichtigste im Verein, wie ich immer schon betont habe, wurde verstärkt Wert gelegt.

Unsere jährlichen Veranstaltungen, wie Familienwanderung, Kinderfasching, Sportfest, Preiskopf, früher noch die Weihnachtsfeier, neuerdings jetzt die Silvester-Party und wieder der TSSV-Fasching sind fester Bestandteil der Vereinsarbeit und aus unserem Vereinsleben nicht mehr wegzudenken. Sie sind aber auch notwendig, um die finanziellen Voraussetzungen für unsere Vereinsarbeit zu schaffen. Hierzu trägt auch die Bewirtschaftung der Turnhalle bei, die wir seit 1.8.1998 in Eigenregie übernommen haben.